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Ich seh schon die erstaunten, fragenden Gesichter vor mir. Was will der Kerl denn jetzt? Ich will ja nur politisch korrekt sein. Ausländer darf man ja nicht mehr sagen. Wir haben ja heutzutage in Deutschland jede Menge Hunde mit Migrationshintergrund. Also, nicht so wie ich, ich bin zwar Belgier, aber in Deutschland geboren und aufgewachsen. Die, die ich meine, die kommen aus Spanien, aus Griechenland, aus Rumänien, aus Polen, ja sogar aus Russland zu uns. - Warum eigentlich ? – Tja, liebe Leute, die Frage ist gut, aber ich weiß keine Antwort. Ich kann da auch nur vermuten. Die deutschen Tierheime sind ja voll bis obenhin, warum finden die Leute da keinen Hund? - Ein Grund ist wohl, daß in vielen Tierheimen in Deutschland jede Menge so genannte „Kampfhunde“ sitzen, die leider keiner haben will. – Das Thema hatten wir ja gerade.

Ich persönlich vermute aber was ganz Anderes. Es gibt da Menschen, die glauben, den armen Straßenhunden in Spanien oder wo auch immer, denen geht es noch viel, viel schlechter, als den Hunden in deutschen Tierheimen. Die haben ja noch nicht mal ein Dach über dem Kopf und kein regelmäßiges Fressen und werden ständig überall verjagt........ So in der Art, denk ich mal, stellen die Menschen sich das vor. Dann sehen sie so einen süüüßen Mischling im Internet auf der Seite einer so genannten Tierschutzgruppe, lesen die schreckliche Geschichte dazu und müssen den dann unbedingt retten - und holen ihn nach Deutschland.

Tja, liebe Leute, dann ist er da, und die Probleme beginnen. Denn die meisten dieser Menschen haben ein paar wichtige Kleinigkeiten nicht bedacht. Zum Beispiel, daß ihr Hund noch nie in einer Wohnung gelebt hat, oder ein anderes Beispiel gefällig? Jeder Mischling ist ein genetisches Überraschungs-Ei. Der süße Labradormix, der auch so aussieht, aber ziemlich viel Podencoblut in sich hat, ist ein Jäger. Wenn er dann noch auf der Straße groß geworden ist, ist er ein gnadenloser Jäger. Und wenn er ein ausgemusterter Jadghund ist, dann ist er ein extrem gnadenloser Jäger. Und die netten Menschen in Deutschland leinen ihn zum ersten Mal ab – und dann warten sie drei bis vier Stunden. Wenn sie Glück haben, kommt er zum Startpunkt zurück. Danach kommen diese netten Menschen mit ihrem Überraschungs-Ei auf unsere eingezäunte Freilauffläche – besser ist das! Und dann wollen sie irgendwann mal nach Hause und rufen: „Paul, komm!!!“ Und Paul, der vor drei Wochen noch Pablo hieß, fühlt sich nicht angesprochen und weiß auch nicht, was „Komm“ heißt, denn er spricht spanisch. Wenn diese netten Menschen dann noch sagen: „Der hört aber auch überhaupt nicht“, denn denk ich: „Herr, schmeiß Hirn vom Himmel“!!!

Um es zusammen zu fassen, liebe Leute. Wer sich ein Überraschungs-Ei mit Migrationshintergrund bestellt und sich hinterher beschwert, daß nicht drin ist, was er sich gewünscht hat, der hatte schon vorher jegliche Gehirntätigkeit abgeschaltet und den Ort des ehemaligen Geschehens endgelagert.

Bis demnächst,

Euer Jacques

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