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Mal ganz langsam von vorne: Es gibt ja Menschen, die mögen keine Hunde; das ist ja okay. Es gibt ja auch andere, die mögen keine Spinnen oder Frösche oder was weiß ich; das ist ja auch okay. Und dann gibt es die Menschen, die haben regelrecht Angst vor Hunden, aus was für Gründen auch immer. Alle diese Menschen werden sich mit Sicherheit keinen Hund nach Hause holen, oder?

Ist doch eigentlich logisch! Ich habe in acht Monaten aber schon eine ganze Menge Menschen kennengelernt, Menschen, die mit Hunden zusammenleben und Angst vor ihnen haben. Wir Hunde spüren das, wir haben ein ganz ganz ganz feines Näschen für Angst. Ich habe mal versucht zu beobachten, wann diese Angst auftritt, denn diese Menschen haben ja nicht grundsätzlich Angst vor uns. Ich will es euch verraten: sie haben Angst vor unseren Trieben. Oder genauer gesagt, sie haben Angst vor dem Moment, in dem sie unsere Triebe nicht mehr kontrollieren können. Diese Angst ist groß und so mächtig, daß sie das Handeln dieser Menschen vollkommen bestimmt. Diese Menschen suchen verzweifelt nach Möglichkeiten, nach Trainingstechniken mit denen sie Herr unserer Triebe werden können. Klappt aber meistens nicht, will wir Herr unserer Triebe bleiben, auch wenn ihr versucht sie erfolgreich zu kanalisieren. Es gibt für alles Grenzen. Wenn vor mir im hohen Gras ein Hase aufspringt, dann geh ich hinterher, das täte jeder Hund,der noch einigermaßen laufen kann.

Das könnt ihr nicht wegtrainieren. - Jetzt sagt ihr vielleicht, was will uns den der kleine Kerl da erzählen, der scheint ja wohl frühreif zu sein. Nein, liebe Leute, ich bin einfach nur ein guter Beobachter. Beobachten ist für uns Hunde nämlich überlebenswichtig. - Wir Hunde haben ja nun mal ganz unterschiedliche Triebveranlagungen, auf Grund derer wir vor langer Zeit unsere Jobs bekommen haben. Nicht so wie heute, wo wir maximal einer Nebenbeschäftigung nachgehen, manche von uns haben sogar nur einen „Ein-Leckerchen-Job“. - Es soll ja heute Menschen geben, die möchten gerne einen „Familienhund“, der soll aber bitte möglichst keine Triebe haben, weil vor denen haben sie ja Angst.

Liebe Leute, diese Menschen sollten sich besser einen Hund mit Knopf im Ohr kaufen und uns in Ruhe lassen – uns Hunde gibt es nicht ohne Triebe! Ich kann diese ganze Diskussion um unsere bösen Triebe sowieso nicht verstehen, ihr Menschen habt ja wohl auch noch ein paar rudimentäre Triebe, denen ihr euch gelegentlich hemmungslos hingebt, oder? Habe ich das falsch beobachtet? Also, liebe Leute, ihr müßt keine Angst vor uns und unseren Trieben haben. Akzeptiert einfach, daß sie da sind, so wie eure auch und gebt uns Gelegenheit, sie sinnvoll auszuleben. Schon ist das Problem mit eurer Angst gelöst.

bis demnächst,

euer Jacques

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