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Ich bin ja noch nicht lange auf der Welt und lerne das Leben gerade erst kennen; aber ein paar seltsame Dinge sind mir doch schon aufgefallen, die hier mal besprochen werden müssen, liebe Leute. - Wir Hunde kommen mit gewissen, vorbestimmten Veranlagungen und Bedürfnissen auf die Welt, die sich von euren menschlichen Vorstellungen, wie ein Hund sein muß, diametral unterscheiden. Ich will mal kurz unsere Bedürfnisse im Groben aufzählen:

Wenn ihr uns vom Züchter holt, haben wir bis zu diesem Zeitpunkt jeden Tag mit unseren Geschwistern getobt, wir sind mit ihnen gerannt, haben mit ihnen gekämpft, haben unsere kleinen spitzen Zähnchen in das geschwisterliche Fell versenkt, haben um Beute gestritten und haben kurz danach in aller Friedlichkeit dicht zusammengekuschelt geschlafen – schließlich sind wir eine Familie.

Und dann kommem wir zu Euch – und all das ist nicht mehr da!!! Wer tobt mit uns? In wen sollen wir unsere Zähne versenken? Warum dürfen wir nicht ganz dicht bei Euch schlafen? Für uns ist das normal! Gut, ich kann verstehen, daß Frank das nicht toll fand, als ich meine Welpenzähne urplötzlich beim Kuscheln in seine Nasenspitze versenkt habe – war ja auch gar nicht böse gemeint. Ich mußte ja erst lernen, daß Menschen das nicht so toll finden. Ich habe dann ganz erstaunt gemerkt, daß er meine „Sprache“ spricht, denn er hat mich angeknurrt und leicht die Zähne gezeigt. Da wußte ich, daß ich jetzt besser aufhöre, aber ich wußte auch, daß ich in 5 Minuten mal wieder mit zurückgelegten Ohren und leicht züngelnd kommen kann, und daß dann alles wieder in Ordnung ist.

So sind wir Hunde – überhaupt nicht nachtragend, wenn man es uns richtig sagt. Wir wollen die Welt kennenlernen und erkunden und alles, das wir nicht kennen ist erst mal interessant und muß untersucht werden. – Wir kommen eben mit hundlichen Veranlagungen und Bedürfnissen auf die Welt. Warum habt ihr nicht mehr Geduld mit uns? Ich habe neulich von einer Hundeschule gehört, in der Hunde mit vier bis fünf Monaten unter Leinenruck am Halsband „erfolgreich“ das „Bei Fuß-Gehen“ lernen. Seit ihr eigentlich bescheuert! Mal abgesehen davon, was das für unsere Halswirbelsäule bedeutet, machen Eure Kinder mit 6 Jahren Abitur??? – Na also! Ich verrate Euch mal ein Geheimnis: ein Hund, der den Rest seines Lebens gut „Bei Fuß“ gehen soll, lernt dies unter hoher Motivation und als was Tolles kennen und nicht unter Druck und Schmerzen am Hals.

bis demnächst,

Euer Jacques

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