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Tach zusammen, Ihr werdet es nicht glauben, liebe Leute, es gibt doch tatsächlich Menschen, die noch richtig vernünftige Ansichten zur Rolle des Hundes haben. Ich bin mir allerdings sehr sicher, dass Frank da nie im Leben mit macht. – Schade eigentlich!

Wir saßen neulich auf der Freilauffläche im Zelt, und Frank las in einer Hundezeitung. Plötzlich denke ich: Was grinst der so dämlich. „Ich muss Euch mal eben was vorlesen“, sagte Frank zu den Anderen, und der Tonfall sprach für sich. „Tierkommunikation bedeutet das Gespräch auf Augenhöhe, nicht mit unseren Worten, sondern telepathisch.“

Also Augenhöhe fänd ich ja richtig gut – allerdings müsste Frank sich dann ganz schön klein machen. Wobei, so groß ist er ja auch nicht. Aber telepathisch? Das funktioniert ja in beiden Richtungen, oder? Dann wüsste er ja, was ich über ihn denke! Ich glaub nicht, dass das immer so gut wäre. Wenn ich gerade Merlin oder Rocky verprügeln möchte und er mich zurückpfeift, dann wär es vielleicht nicht so gut, wenn er wüsste, was ich über ihn denke. Ihr versteht sicher, was ich meine. Mein Gott, die Gedanken sind frei!!!

Betont langsam las Frank weiter vor. „Es geht darum, von seinem eigenen Tier zu erfahren, was es früher Schreckliches erlebt haben könnte. Und mit ihm zu verhandeln, ob Regeln unabdingbar sind und welche vielleicht nicht so dringlich sind.“

JA!!! Das ist es!!! , dachte ich. Wir müssen nicht mehr einfach menschliche Anweisungen befolgen, wir können das verhandeln. Ist das nicht supergeil, liebe Leute. Auch wir Hunde kommen endlich in der Demokratie an. Wir sind Lebewesen, die ein Mitspracherecht haben.

Ich würde mit Frank dringend verhandeln wollen, dass „Platz“ auf nasser Wiese nicht sein muss. Wir müssten auch unbedingt verhandeln, dass ich entscheide, welcher Rüde es verdient hat, mal eine Abreibung zu bekommen! Zum Beispiel dieser „arschige“ Kurzhaarcollie, den ich abends bei der Gassirunde häufig treffe. Hier sollte unbedingtes Verhandlungsergebnis sein, dass ich mal abgeleint werde.

Und bevor ich das vergesse. Ganz wichtig: wenn ich Frank anstupse, gibt es ein Leckerchen – kapiert! Das ist eine alternativlose Verhandlungsbedingung!

Dann war da noch was mit „systemisch schamanischem Arbeiten“ und einer “Trommelreise zum inneren Ich“ – gut, wer da Spaß dran hat, wär mir jetzt nicht so dringend, wie die Verhandlungsergebnisse. So`n trommelnden Schamanen muss ich jetzt nicht unbedingt dabei haben.

Aber wie schon zu Beginn gesagt: „Das macht Frank nie!“

Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass ich ein bisschen frustriert bin, trotz mühsam erlernter Frustrationstoleranz. Da hat mal endlich ein Mensch verstanden, woran die Mensch - Hund Beziehung seit Jahrtausenden krankt und ausgerechnet Frank wird sich da querstellen.

Egal, ich werde es überleben.
in dem Sinne, liebe Leute

bis demnächst,

Euer Jacques

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